Studie zeigt Ethik-Defizite in deutschen Unternehmen

Eine neue Studie zeigt Ethik-Defizite in deutschen Unternehmen. So bewertet jede vierte Führungskraft in der Befragung die jeweilige Unternehmenskultur als unzureichend darauf ausgerichtet, unethisches Verhalten wirksam und nachhaltig zu verhindern. Dies ist umso verblüffender, als den Unternehmen durchaus eine ethische Kultur bescheinigt wird. Fast 80% der Befragten sagen, dass die ethischen Normen und Erwartungen der Arbeitgeber durchaus klar sind.

Der theoretische Wille, Unternehmen ethisch und integer aufzustellen, scheint also durchaus vorhanden zu sein, und dies wird in den Unternehmen – zumindest auf Führungsebene – auch klar kommuniziert. In der praktischen Umsetzung scheint es jedoch zu hapern. Hier sehen sich Führungskräfte vor dem Dilemma des ethischen Anspruchs einerseits und des wirtschaftlichen Handelns andererseits. So gibt ein Fünftel der Befragten an, moralische Überzeugungen im Arbeitsalltag nur bedingt oder gar nicht umsetzen zu können.

Brauchen Führungskräfte hier also mehr Unterstützung von der obersten Leitungsebene, um diese Dilemmata auflösen zu können?

Für die “Führungskräftebefragung 2019” der Wertekommission in Zusammenarbeit mit der TU München wurden 545 Führungskräfte, zumeist aus dem oberen und mittleren Management, in Deutschland befragt.

Die vollständige Studie kann auf der Website der Wertekommission abgerufen werden: https://www.wertekommission.de/fuehrungskraeftebefragung/

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