Wie können Unternehmen agile Methoden für eine nachhaltige und innovative Compliance-Kommunikation nutzen?

Mit der Kommunikation steht und fällt das Compliance-Management. Design Thinking-Methoden können helfen, die Herausforderungen der Zielgruppen besser zu verstehen und dadurch effektiver und effizienter Kommunikations-Maßnahmen zu entwickeln, die nachhaltig zu einer integren Organisationskultur beitragen.

Wie kann Design Thinking für die Compliance-Kommunikation genutzt werden?

Im Folgenden sollen zwei Methoden aus dem Design Thinking vorgestellt werden, die sich besonders dafür eignen, die Bedürfnisse der Zielgruppen zu verstehen und darauf aufbauend Kommunikations-Konzepte für Compliance zu entwickeln.

1. Personas

Personas sind fiktive Personen, die typische Teilzielgruppen der Compliance-Kommunikation repräsentieren. Die Erstellung von Personas hilft dabei, sich in die Zielgruppen hinein zu versetzen, deren Perspektiven einzunehmen, ihre Bedürfnisse zu verstehen und passende Maßnahmen zu entwickeln.

Ein weiterer Vorteil: Alle Prozess-Beteiligten haben ein einheitliches Bild von den Zielgruppen. So können Abstimmungsprozesse beschleunigt werden.

Bei der Entwicklung von Maßnahmen gilt es immer wieder zu fragen: Was würde Persona A oder Persona B davon halten? Welche zusätzlichen Informationen würden diese ggf. brauchen? Welche Widerstände sind ggf. zu erwarten?

2. Experience Maps

Um die Zielgruppen noch besser zu verstehen, können Experience Maps erstellt werden. Unter Experience Mapping versteht man die systematische Erhebung und Visualisierung von Interaktionen der Zielgruppe.

Auf Basis der erstellten Personas werden etwa ein Arbeitsauftrag, ein Projekt oder ein ganzes Arbeitsleben analysiert. Dabei werden die Ereignisse näher beleuchtet, in denen die Persona mit Compliance-Risiken konfrontiert wird oder in ethische Dilemmata geraten könnte.

So ergibt sich ein Bild der Ist-Situation und den Herausforderungen, woraus wiederum Optimierungen und passende Kommunikation-Kanäle abgeleitet werden.

Mithilfe von verschiedenen Kreativtechniken werden daraus Ideen für zielgruppengerechte Maßnahmen entwickelt. Die beste, oder mehrere, ja nach Aufwand, werden in der nächsten Phase in Prototypen umgesetzt und umgehend getestet.

Fazit

Eine effiziente und effektive Compliance-Kommunikation kann nur gelingen, wenn die Bedürfnisse und Herausforderungen der Zielgruppen berücksichtigt werden. Design Thinking kann bei der Konzeption von Compliance-Kommunikationsmaßnahmen hilfreich sein, da Vorgehensweisen und Methoden dazu beitragen, komplexe Aufgabenstellungen zu analysieren und neue kreative Lösungen zu finden. Im Zentrum steht dabei immer eine klare Zielgruppenorientierung. So können mithilfe von Design Thinking Compliance-Kommunikationsmaßnahmen entwickelt werden, die bei den Empfängern Aufmerksamkeit wecken und nachhaltig auf Akzeptanz stoßen.

Dieser Beitrag ist eine gekürzte Fassung eines Artikels von mir, der im Magazin comply.  Fachmagazin für Compliane-Verantwortliche Ausgabe 2/2018 erschienen ist.

Gerne unterstütze ich Sie bei der Entwicklung nachhaltiger und innovativer Compliance-Kommunikationskonzepte und -maßnahmen. Meine Leistungen